Swedbank degradiert Kunden aus Deutschland

Viele Deutsche die in Schweden ein Ferienhaus besitzen, haben auch ein Bankkonto in Schweden bei der Swedbank. Dabei dürften die Meisten ein „Nyckelkund“ sein, was Zugriff auf die in Schweden üblichen Dienste einer Bank ermöglicht. Nun hat die Bank damit begonnen, die Kontomodelle der Kunden zu prüfen und Kunden mit dem Wohnsitz im Ausland zu degradieren. Das betrifft auch Kunden mit dem Wohnsitz in Deutschland. Dieses Vorgehen hat die Bank in einem Schreiben an die betroffenen Kunden angekündigt.

Laut dem Schreiben der Bank, welches uns vorliegt, werden die betroffenen Kunden ab dem 1. April 2026 „Basiskunden“. Statt den bisherigen 39 Kronen pro Monat werden dann 25 Kronen pro Monat für das Online-Banking und weitere 25 Kronen pro Monat für die Debit-Mastercard fällig. Die Bank argumentiert damit, dass Kunden mit Wohnsitz im Ausland über keine Personnummer verfügen und damit nicht alle Dienste und Funktionen vollumfänglich nutzen können. Die jährlichen Kosten steigen damit von 468 Kronen pro Jahr auf 600 Kronen pro Jahr.

Das Schreiben der Swedbank lautet:

Ist dieses Vorgehen legal? Sehr wahrscheinlich ja. Laut gültigem EU-Recht hat jeder Bürger ein Anspruch auf ein Basiskonto, welches die grundlegenden Funktionen im Zahlungsverkehr bietet. Genau diesem Recht kommt die Bank mit diesem Kontomodell nach. Allerdings darf die Bank in begründeten Fällen auch die Eröffnung eines Kontos ablehnen, zum Beispiel wenn Geldwäsche oder Schwarzgelder vermutet werden.

Die Swedbank ist einer der größten Bankengruppen in Schweden sowie dem Baltikum. Mit ihren 17.000 Mitarbeitern betreut sie rund 7,3 Millionen Privat- und rund 550.000 Firmenkunden. Dabei betreibt sie in fast allen größeren Städten eigene Filialen. Außerdem ist die Bank unter dem Namen Fastigetsbyrån im Immobiliengeschäft tätig.

Wer in Schweden eine Immobilie erwerben möchte, braucht in den Meisten Fällen ein Bankkonto in Schweden, um die Transaktion durchführen zu können. Grund hierfür sind die konsequenten Geldwäschegesetze in Schweden. Dabei ist die Swedbank oft die erste Wahl. Allerdings ist die Kontoeröffnung in Schweden in den letzten Jahren immer komplizierter geworden, wenn man über keine Personnummer verfügt.

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