Ab dem 1. Dezember 2026 wird Schweden Sverige-ID einführen, ein von der Regierung eingeführtes elektronisches Identifizierungssystem (e-ID). Damit werden BankID und Freja einen staatlichen Konkurrenten bekommen. Dabei wird die Sverige-ID das höchste Vertrauensniveau gemäß EU-Vorschriften erfüllen, was die Vereinbarkeit mit EUDI-Richtlinien ermöglicht und den Zugang zu digitalen Diensten in den EU-Mitgliedstaaten erleichtert.
Entwickelt wird die e-ID von Digg, der schwedischen Agentur für digitale Verwaltung. Diese arbeitet dabei eng mit der Polizeit sowie den Behörden zusammen und ist für die Umsetzung des EU-Rahmens für elektronische Identifikation, Authentifizierung und Vertrauensdienste (eIDAS) in Schweden verantworlich.1 Dabei wird es für Behörden verpflichtend sein, Sverige-ID als Identifigationsmöglichkeit anzubieten2. Bis jetzt haben bereits 101 Regierungsbhörden entsprechende Vereinbarungen unterzeichnet, sowie 44 weitere öffentliche Akteure.
In Deutschland gibt es mit der BundID einen vergleichbaren Dienst, der bis 2028 von allen Bundesländern genutzt werden muss3 und ebenfalls Zugang zu Verwaltungsdiensten ermöglicht.
Sverige-ID derzeit nur für Staatsbürger und Einwohner
Im Gegensatz zu Freja werden nach aktuellem Stand nur Staatsbürger und gemeldeten Einwohner die e-ID bekommen können. Das liegt daran, dass gleichtzeit auch eine neue ID-Karte beantragt werden muss, da die e-ID an die ID-Karte verknüpft wird. ID-Karten die vor dem 1. Dezember 2026 ausgegeben wurden, werden nicht für die e-ID genutzt werden können. Ferienhausbesitzer und Einwohner ohne Meldeandresse in Schweden gehen also nach aktuellem Stand leer aus, da diese keine ID-Karte beantragen können.