In fast jedem Supermarkt in Schweden kann man die kaufen: Die Streichhölzer von Solstickan mit dem kleinen Jungen. Auch in größeren Deko-Läden lassen sich Öllampen, Aufbewahrungsdosen, Feuerdecken und vieles mehr mit dem Logo von Solstickan erwerben. Doch was genau hat es mit der Marke auf sich und warum ist sie in Schweden scheinbar so beliebt? Das wollen wir in diesem Beitrag erklären.
Solstickan wurde 1936 gegründet. Die Idee dahinter: Kinder zu unterstützen. Dass die Wahl dabei auf Streichhölzer fiel, war kein Zufall. Sie waren ein günstiges, gefragtes Produkt, welches auch in der Herstellung günstig war. Und fast jeder brauchte es. So würde die Nachfrage sicherlich nicht einbrechen, wenn das Produkte wenige Öre mehr kosten würde. Das Logo, der bekannte Solstickepojken, wurde vom Künstler Einar Nerman geschaffen, welcher seinen eigenen Sohn als Vorbild nutzte.
Die Idee wurde von Anfang an gut von der Bevölkerung, der Presse sowie dem Einzelhandel aufgenommen und bis jetzt haben die Großen Einzelhandelsketten wie ICA, Coop, Willys, Jula und Co. zumindest die Streichhölzer in einer exponierten Lage in den Märkten ausgestellt. So kommt kaum jemand an dem kleinen Solstickepojken vorbei.
Hetzutage werden die Produkte von Solstickan Design über das Unternehmen Tradingbox AB vertrieben. Dabei geht es um weit mehr als nur um Streichhölzer: Die Tradingbox AB vertreibt Feuerzeuge, Löschedecken, Feuerlöscher, Aufbewahrungsdosen, Öllampen und vieles mehr mit dem ikonischen Logo. Ein Teil der Erlöse geht dabei direkt an die Solstickan Stiftung.
Die Solstickan Stiftung
Die Soltickan Stiftung (Solstickan Stiftelsen) bildet heutzutage die Grundlage. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und ältere Personen zu unterstützen. Dafür vergibt sie Stipendien und fördert soziale Projekte sowie die Erforschung von Kinderkrankheiten. Außerdem gibt es seit 1986 den Solstickan-Preis, der verliehen wird um Personen zu ehren, die einen persönlichen Beitrag über das Gewöhnliche hinaus für Kinder oder ältere Menschen geleistet haben. Auf diese Weise wurden in den letzten Jahren bereits über 100 Millionen SEK ausgegeben. Ehrenvorsitzende der Stiftung ist übrigens Prinzessin Christina.