Mehr Eigenverantwortung und Eigeninitative wagen

Ein Kommentar von Jakob Meyn

Ich habe Weihnachten und Neujahr mal wieder in Schweden verbracht. Das Wetter war sehr wechselreich, zwischen Sonnenstein, Schneefall und starkem Sturm war alles dabei. Besonders Sturm „Johannes“ hatte es dabei in sich: Warnungen durch die Behörden und zahreiche blockierte Straßen waren das Resultat.

Auch in „unserem“ Dorf hat der Sturm gewütet und zahreiche Bäume umgeworfen. Dabei wurde das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten, da die einzige Durchfahrtstaße versperrt wurde. Doch anstatt zu meckern, auf die Behörden zu warten oder zu schmimpfen, haben einige Einwohner pragmatisch mit Kettensägen und Baggern die Straße provisorisch wieder geräumt.

Nach dem Sturm kam der Schnee. Viel Schnee. Und auch hier wurde nicht gemurrt oder gemeckert. Die Räumdienste waren im Einsatz und haben getan, was möglich war. Und wenn es mal etwas länger gedauert hat: Ja, dann ist das eben so. Oder man hat die Sache selber in die Hand genommen und vor sein ATV ein Pflug gespannt.

Wieder in Deutschland: Chaos, Gemeckere und Genöle. Vor allem über den Räumdienst sowie die scheinbare Unfähigkeit der Kommunen, Landkreise und Bauhöfe. Dabei geben diese bei Schnee und Eis alles, was möglich ist. Hinzu kommt die Unfähigkeit Vieler, sobald etwas Schnee fällt und auf den Straßen liegt.

Vielleicht täte es uns als Gesellschaft gut, wenn jeder wieder mehr Eigenverantwortung und Eigeninitiative übernimmt, anstatt sich auf andere zu verlassen und einfach Dienste einzufordern, wenn eh alle schon überlastet sind.

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